Ausflug zum Brucker Vespa Treffen
Geplant hatte ich eigentlich, mit der Motovespa 150 S zu fahren. Doch kurz vor Brückl hatte ich Zündaussetzer. Also retour in die Werkstatt und die PX geholt. Vorher noch schnell den Lenker festgeschraubt, da er sich gelockert hatte.
Die Anfahrt war relativ unspektakulär: über das Klippitztörl, Bad St. Leonhard, den Obdacher Sattel, Knittelfeld, St. Michael, Leoben und schließlich nach Bruck an der Mur. Ich kam gerade noch rechtzeitig an, um mich einzugliedern und mit dem Corso auf den Hauptplatz zu fahren. Gut geplant, würde ich sagen.
Am Hauptplatz wurden wir begrüßt und es spielte Musik. Peter Harrer, der Obmann, erhielt von der Bürgermeisterin für seine Verdienste rund um Bruck an der Mur und den Vespaclub das Ehrenzeichen in Gold.
Abgesehen von der Ausfahrt wollte ich auch meine Spende abgeben, und das habe ich natürlich gemacht. Der Vespaclub sammelt im Zuge der Veranstaltung jedes Jahr für Kinder.
Ich habe einen Cappuccino getrunken, die Stadt besichtigt, bin auf den Schlossberg marschiert, habe ein paar Fotos gemacht und dann auch schon wieder die Heimfahrt angetreten. Für den Nachmittag war schließlich ein Gewitter angekündigt.
In Knittelfeld war eine Veranstaltung, weshalb ich ausweichen musste. Ein Navi hatte ich nicht aktiviert, also fuhr ich einfach in die Richtung, die ich für richtig hielt.
Die Straße wurde immer schmäler, die Kurven immer lässiger, und irgendwann gab es nicht einmal mehr eine Mittellinie. Da habe ich dann doch das Telefon ausgepackt. Und siehe da – ich war etwas von der geplanten Richtung abgekommen. Gut, dachte ich mir, das Wetter schaut noch gut aus. Die zusätzlichen 25 Kilometer werde ich auch noch schaffen. Die Tankanzeige leuchtete zwar schon, die ist aber relativ gutmütig.
Was dann kam, überraschte mich allerdings etwas: eine Schotterpassage. Und nicht nur für einen Kilometer – ich schätze, das waren rund sechs Kilometer. Da wurde mir dann doch etwas warm, denn auf Schotter ist die Reisegeschwindigkeit nicht gerade hoch. Einige Kilometer ging es bergauf, aber irgendwann musste es ja auch wieder bergab gehen. Dort habe ich den Motor abgestellt und bin die Passage ohne Motor hinuntergerollt.
Die Tankstelle in Pöls erreicht, 6,67 Liter getankt – ein wenig war also noch im Tank. Danach habe ich mir noch eine Leberkässemmel gegönnt und bin die restlichen Kilometer auf direktem Weg nach Hause gefahren. Ab Friesach begleiteten mich starker Wind und dunkle Wolken, aber ich habe es trocken nach Hause geschafft. Das waren nur die Vorboten des Regens, der erst ein paar Stunden später einsetzte.
Alles in allem war es ein gelungener Tag mit knapp 400 Kilometern, an dem ich das eine oder andere Mal herzhaft über mich selbst lachen musste.
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