Vespa PX
Ein Arbeitskollege, hat sich eine Vespa PX geholt. Allgemeiner Zustand sehr gut, wenn ich jetzt richtig liege sind 2 Vorbesitzer.
Die Vespa hat etwas über 8000km am Tacho, und stand die letzten Jahre.
Der Verkäufer meinte er hat noch den Vergaser gewechselt, aber sie springt nicht mehr an.
Freitag 12.09. um 14 Uhr war es dann soweit, die Vespa wurde verladen. Danke Martin für das Borgen des Hängers.
Natürlich hat es mir keine Ruhe gelassen und ich wollte mal wissen was so alles ansteht. Bei der Kaufbesichtigung, ist mir aufgefallen, dass das Lenkkopflager fest ist. Die Schaltseile hatte ich da noch nicht auf dem Schirm.
Allerdings als ich den Vergaser ausbaute, staunte ich nicht schlecht, keine Ablagerungen, somit kann die mit dem Vergaser gar nicht gelaufen sein, der hat noch nie Benzin gesehen. Gut neu abgedichtet habe ich ihn dennoch, weil die Schwimmerkammerdichtung einen Riss hatte, und die Dichtungen vom Benzinbanjo porös waren.
Nächster Schritt Tank raus, Benzinschlauch starr, war mir auch bewusst. Nun wollte ich aber wissen ob sie läuft, und das Standgas hält bevor ich weiter mache. Anderen Tank dazu gehängt, und siehe da beim 2. Kick lief sie, sehr schön sogar. Bin gespannt ob das so bleibt, oder ob doch noch ein Simmering das zeitliche segnet, es wird sich rausstellen.
Warum der Vergaser keinen Sprit sah, war mir auch schnell bewusst, der Benzinhahn war komplett zu, total starke Ablagerungen im Tank, dachte erst es sei Rost, aber nein. Alles ging rückstandslos raus in der Waschbox, die Orgie mit dem Strahlrohr hat echt 3 Euro gebraucht, bis sich die letzte Ablagerung löste. Den Geber für die Tankuhr, dachte ich muss ich ersetzen, dennoch versuchte ich mein Glück mit Reinigung und siehe da, auch das hat wieder funktioniert. Ich finde sogar, dass sie sehr „schön“ reagiert die Tankuhr, ohne zappeln.
Gut Benzinhahn getauscht, Benzinschlauch ersetzt, Tank eingebaut, Sitz montiert, und noch einmal getestet, ich hoffe der Gestank verschwindet bald.
Fazit des Tages:
- 1 Benzinschlauch
- 1 Benzinhahn
- ein paar Dichtungen
- 7 Liter Reinigungsbenzin für mich 😉
Hier noch ein paar Fotos vom heutigen Tag:










Samstag war ich tagsüber unterwegs, am späten Nachmittag habe ich mich dann auf den Weg in die Werkstatt gemacht, um sie fertig zu machen.
Begonnen habe ich mit dem Lenkkopflager, also Bremsleitung weg, Bremsflüssigkeit raus und die Gabel ausgebaut.
Warum die so schwer ging, war dann auch klar. Das Fett von den Lagern war wie hart gewordener Kaugummi. Lager eingelegt, Lagerschalen gereinigt und wieder ordentlich gefettet. Siehe da alles funktioniert wieder so wie es sein soll.
Als ich die Lenkkopfabdeckung abnahm, ist die Tachowelle gleich entgegen gekommen, die wurde provisorisch geflickt, somit hat auch da eine neue Welle Einzug gehalten.
Bremse entlüftet und den Vorderreifen getauscht.
Dann noch den Hinterreifen, und die erste Runde ums Gelände gedreht, alles läuft wunderbar. Mal schauen ob nicht doch noch ein Simmering kommt, wenn alles mal richtig warm wird.
Die Reifen die ich runtergab sind zwar nagelneu, aber von 2007.
Der letzte Prüfbefund im Handschuhfach ist von 2013…
Ich habe auch versucht, den Schalter im Handschuhfach, der das Zündschloss komplett überflüssig macht, zurück zu bauen. Allerdings war mir das gestern noch nicht ganz klar wie sie das gemacht haben. Ich brauche die Batterie dazu, dass ich das ausmessen kann. Werde ich mal mit einem Schaltplan schauen müssen.
Material wurde nicht viel benötigt, Arbeit hielt sich in Grenzen mit knapp 7 Stunden.
Fazit des Tages:
- 2 neue Reifen
- Getriebeöl
- Bremsflüssigkeit
- ein paar Gummis
Und hier noch ein paar Fotos:







Gestern den 26.09. war es soweit, die Vespa ist angemeldet und ich bin eine Testrunde gefahren. Sie überzeugt durch absolut ruhigen, angenehmen Lauf.



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